Ein kleines Blog über Umweltschutz in Witten

Hier ein Vergleich der Produktion unserer PV-Anlage. Da die Tagesschwankungen sehr groß sind, ist der 29-Tage Durchschnitt (Wh/d) eingetragen.
 (Dieser Eintrag wird monatlich aktualisiert.)

Jahresvergleich

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Jetzt (Oktober 2021) haben wir die Fotovoltaikanlage seit einem Jahr in Betrieb. Zeit, mal etwas Bilanz zu ziehen
 
Produziert hat unsere 3,9 kWp-Anlage in diesem Jahr insgesamt 3371 kWh. Unser Stromverbrauch (4-Personen Haushalt mit unzähligen Aquarien): 4619 kWh. Macht nominell 72% Selbstversorgung. Leider haben wir fast die Hälfte unseres Stroms nicht selbst verbraucht, sondern verkaufen müssen: 1554 kWh. Also waren wir nur zu 33% Selbstversorger. Wir haben eine kleine 3kWh Batterie, in der wir 673 kWh "zwischengespeichert" haben. Ohne diese Batterie hätten wir nur 20% unseres Stromverbrauchs selber decken können. Man produziert den Strom halt nicht, wenn man ihn braucht.
 
Nicht nur die Stromproduktion ist saisonal - mit einem klaren Maximum im Juni. Sondern auch unser Stromverbrauch ist saisonal - mit einem Maximum im Dezember. Da schlägt sicher unsere Begeisterung für's Plätzchen backen durch. Aber das erklärt nicht den hohen Stromverbrauch im Januar. Was kann das sein? Die Steuerung der Heizung kann doch nicht so viel Strom verbrauchen. Wir haben überall Energiesparlampen, die fallen auch nicht ins Gewicht. Keine Ahnung! Hat dazu jemand eine Idee?

(Stromverbrauch / Erzeugung in kWh/Monat)
Produktion Vergleich
P.S.: Kann mir jemand erklären, warum man so häufig Photovoltaik und Wärmepumpen koppelt? Dann wenn's kalt ist, liefert die PV überhaupt keinen Strom.

 

Hier das Dilemma der "Autarkie". Wir verbrauchen monatlich zwischen 350 und 450 kWh. Selbst, wenn wir deutlich mehr produzieren: Mit Batterie und pipapo verbrauchen wir maximal 220 kWh / Monat selbstproduzierten Stoms. Den Rest holt sich das Haus aus dem Netz. Das hat unter anderem auch technische Gründe, denn Wechselrichter und Batterie arbeiten bei unserem kostengünstigen kleinen System nur einphasig; wenn auf den anderen Phasen Strom benötigt wird, kann er nicht aus PV oder Batterie bezogen werden.

PV Autarkie

Uneingeschränkt positiv ist die Klimabilanz: Die 3371 kWh Strom, die unsere PV-Anlage 2021 erzeugt hat, hat die Freisetzung von 1180 kg CO2 verhindert - die Jahresleistung von mehr als 94 Bäumen.

Die Rechnung ist etwas komplizierter und geht von dem derzeitigen Energiemix im deutschen Stromnetz aus, in dem ja teilweise noch Kohle- oder Gasstrom enthalten ist. Hätten die 3371 kWh bezogen worden müssen, wären pro kWh ca. 350 g CO2 freigesetzt worden. Reiner Kohlestrom wäre natürlich noch viel klimaschädlicher.

Ausrichtung und Stromertrag:

Unser Dach ist ca. 40° nach Osten geneigt. Daher erwartete ich eigentlich, ab dem frühen Nachmittag keinen Ertrag der PV mehr. Hier wurde ich positiv überrascht:

optimaler Tag


Schon im März gibt es bei Sonneneinstrahlung Strom satt bis 15:00 Uhr. Und im Sommer schaut die Sonne auch noch nach 18:00 Uhr nach den PV-Modulen und sorgt dafür, dass ihnen nicht langweilig wird.

kWp und Maximalertrag.
In 2021 hatte unsere 3,9 kWp-Anlage die beste Stromausbeute am 1.6.2021 mit 27,55 kWh.

Sonnigster Tag 2021
Die maximale Leistung betrug um 11:20 Uhr 3,31 kW (85% der angegebenen kWp). Da spielt wohl die Dachschräge etwas rein; ein nach Süden ausgerichtetes Dach hätte wohl etwas später das Maximum erreicht und dabei etwas mehr Strom erzeugt.

Ihr seht übrigens im Vergleich der beiden Kurven, dass die Mehrleistung im Juni im Vergleich zum März zum größten Teil nicht auf stärkerer Sonneneinstrahlung, sondern auf längerer Beleuchtungsdauer beruht. Strom ab 05:30 bis 21:00 Uhr. Das ist doch schon mal was!

Prognose und Wirklichkeit
Auch wenn einiges bei der Erstellung der Anlage nicht so lief, wie geplant: Die Stromproduktion und auch die Verbrauchswerte wichen in 2021 nur geringfügigst von dem ab, was uns vor dem Kauf der Anlage in Aussicht gestellt wurde:

Prognose und Wirklichkeit

 

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Die WAZ machte am 26.10.2018 darauf aufmerksam, dass die Anwohner der Husemannstraße wegen der gestiegenen Verkehrsbelastung Sorgen haben, dass die Stickoxid-Grenzwerte überschritten sein könnten.

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Eine kleine Lesehilfe: Über jedem Blogeintrag befindet sich ein kurzer Text in fetter Schrift. Bei diesem Text handelt es sich um das sogenannte "Thema". (Bei diesem Eintrag also der besseren Verständlichkeit halber: "Das Thema".) Das Thema ist der Dreh- und Angelpunkt des Blogeintrages. Andere Themen können, müssen aber nicht gestreift werden, und insbesondere besteht kein rechtlicher Anspruch auf vollständige Behandlung anderer Themen.

Wenn also - nur zum Beispiel - "Stickoxide in der Husemannstraße" das Thema sind, und ich darauf verweise, dass AUF Witten in diesem Zusammenhang "fröhliches DEW-Bashing" betreibt, aber den Individualverkehr als Ursache nicht benennt, dann entsteht dadurch kein Anspruch, die Themen "AUF-Witten" oder "Emissionen der DEW" oder "warum müffelt es immer an der Westfalenstraße", oder "wer bin ich, und wenn ja, wie viele" unter diesem Thema abschließend abgehandelt zu finden.

(Was meine ich mit "DEW-Bashing"? AUF Witten behauptet: "Hinzukommen noch die 102.000 Tonnen NO2 die jährlich sich aus dem DEW, die sich über Innenstadt verteilen." Die Jahresemissionen laut Emissionskataster der LANUV für den Standort der DEW betragen jedoch "nur" 65.321 kg NOx/NO2. Der Verkehr erzeugt in Witten 7 mal soviel NOx/NO2, wie die DEW.)

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Im ASU fand sich eine breite Mehrheit, den Wittener Sackträger wieder an den Kornmarkt zurück zu holen, von wo er 1989 auf den Platz an der Casinostraße "verbannt" wurde. Nur die Wittener Grünen haben sich dem Beschluss verweigert.

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