Naviculaceae
Unterkategorien
Amphora
Körperbau stark dorsiventral. Im Gegensatz zu Cymbella mit gebogener Pervalvarachse, d.h. die Zellen sind unterschiedlich dick. Die Raphenseite ist deutlich schmäler, die Raphe auf einem Kiel über die Schale erhoben. Die Residuumseite ist deutlich dicker und häufig von der Raphenseite unterschiedlich strukturiert.
Anomoeoneis
Keine durchgehenden Streifen, sondern nur wenige kurze Lineolae.
Caloneis
Die Querstreifung von Caloneis besteht ebenso wie bei Pinnularia aus nach innen geöffneten Alveolen. Diese ist jedoch teilweise verschlossen, was man im Lichtmikroskop an einer mehr oder weniger deutlichen Längslinie erkennen kann.
Cymbella
Dorsiventrale Kieselalgen mit isopolen Apikal- und Pervalvarachsen. Dorsal sind die Schalenmäntel höher als ventral, aber nie so ausgeprägt, wie bei Amphora. Cymbella-Arten weisen eine komplexe Raphenstruktur auf, bei der äußerer und innerer Raphenspalt häufig unterschiedlich verlaufen und auch als bestimmungsrelevantes Merkmal genutzt werden. Zwischen innerem und äußerem Spalt verlaufen die Raphen häufig in einer Nut- und Feder Form. Die Zentralrippe hält fiederförmige Transapikalrippen, zwischen denen trogförmige Alveolen liegen.
Gomphonema
Lebende Zellen frei beweglich oder auf Gallertstielen dem Substrat angeheftet. Frusteln in Gürtelsicht keilförmig; Kopfpol breiter als Fußpol. Zur Transapikalachse stets heteropol (manchmal nur undeutlich erkennbar), keulenförmig, gelegentlich ist die Apikalachse leicht gebogen, die Zellen erscheinen dann cymbelloid.
Gyrosigma
Zellen sigmoid. Innerer Raphenschlitz auf einer erhöhten Rippe, die sich in der Schalenmitte teilt und dn Zentralknoten umschließt. Zumeist Brackwasserbewohner oder marin.
Navicula
Keine klaren Gattungsmerkmale, sondern eher ein Auffangbecken für Arten, die sonst nirgendwohin passten.
Neidium
Eindeutig durch das Vorkommen von zumeist marginalen Längskanälen und durch die Raphe mit bifurkaten Terminalspalten und dem höckerförmigen Zentralknoten gekennzeichnet. Ausschließlich Süßwasserarten.
Pinnularia
Schalen mit drei isopolen Hauptachsen. Zentralknoten häufig stark ausgebildet. Innerer Raphenspalt manchmal durchlaufend; manchmal durch eine Intermissio unterbrochen. Schalen entveder mit alveolisierten Rippen, oder als Zweischalensystem mit verbindenden Transapikalrippen.
Rhoicosphenia
Frusteln in Gürtelansicht keilförmig und geknickt. In Schalenansicht keilförmig. Nur die konkave Schale besitzt eine voll ausgebildete Raphe. Die konvexe Schale besitzt mehr oder weniger stark verkürzte Raphenäste.