Zuordnung zu den Versuchen

Es gelangten zwar ca. 10.000 Fotos wieder in meinen Besitz, und diese waren auch säuberlich nach Versuchen geordnet. Leider hatte ich jedoch 18 Jahre zuvor die Versuchsbeschreibungen dem ordnungsgesmäßen Alatpapierrecycling zugeführt. Ich kann daher leider oft nur noch qualifiziert raten, welche spezielle Versuchsanordnung den Aufnahmen zu Grunde liegt.

Hook-Dekoration

Das Prinzip der Hook-Dekoration erkläre ich hier. Die Bilder zeigen aufgelöste Zellen von Reticulomyxa, an deren Mikrotubuli künstlich Tubulin aus Schweinehirn anpolymerisiert wurde, um die Polarität der Mikrotubuli aufzuzeigen. Daher finden sich in den Schnitten zahlreiche Mikrotubuli mit Häkchen oder komplexen Geflechten aus Schweinetubulin verbunden.

355: Hook-Dekoration

Erster, weniger erfolgreicher Versuch, and die Mikrotubuli Haken aus Schweinetubulin anzupolymerisieren. Selten klare Häkchen, aber sehr schöne Strukturerhaltung der Mikrotubuli und schöne Querschnitte.

357: Hook-Dekoration in Resuspensionspuffer

Dieser Ansatz war erfolgreicher. Daher finden sich in den Schnitten zahlreiche Mikrotubuli mit Häkchen oder komplexen Geflechten aus Schweinetubulin verbunden.

353 Bildung von Dauercysten

Mit einer Serie von Einbettungen wurden die umfangreichen Umgestaltungen im Zellplasma von Reticulomyxa filosa dokumentiert.

Cystenbildung

Die Zellen segmentieren sich und bilden perlschnurartige Verbände, die mit einer lockeren feinfädigen Gallerthülle umgeben sind. Im Plasma bilden sich Schleimvakuolen; Autophagosomen verdauen überflüssige Zellorganelle.